Digitale Woche Dortmund 2026
Die Digitale Woche Dortmund bringt jedes Jahr Unternehmen, Expert:innen und Interessierte zusammen, um Wissen und Erfahrungen rund um Digitalisierung und Technologie zu teilen. Auch 2026 war Karakun mit mehreren Talks und dem Hackergarten Dortmund aktiv beteiligt.
Die Aufzeichnungen unserer Talks sind jetzt online verfügbar. Hier finden Sie die Videos und Präsentationsfolien zu EU AI Act, Cyber Resilience Act (CRA), Software Bills of Materials (SBOM), moderner OCR, resilienter Software und Browser Security.
Cyber Resilience Act: What Developers Need to Know
Der Cyber Resilience Act (CRA) bringt neue Anforderungen für digitale Produkte auf dem EU-Markt – und betrifft damit auch ganz konkret die Softwareentwicklung. Doch was bedeutet die Regulierung für Entwickler:innen in der Praxis?
Ixchel Ruiz und Markus Schlichting zeigen, welche Anforderungen der CRA für Softwareteams mit sich bringt und was sich daraus für die Entwicklung und den Umgang mit Softwareabhängigkeiten ergibt. Eine wichtige Rolle spielen dabei Software Bills of Materials (SBOM) und die Software Supply Chain. An praktischen Beispielen geht es unter anderem um transitive Dependencies, shaded JARs sowie Werkzeuge wie CycloneDX und Dependency-Track.
EU AI Act: Konformität ohne Kennzahlen – wie geht das?
Der EU AI Act verlangt für bestimmte AI-Systeme den Nachweis, dass regulatorische Anforderungen eingehalten werden. Doch wie lässt sich Konformität beurteilen, wenn sich die Qualität eines nicht-deterministischen Systems nicht mit einem einzelnen Messwert erfassen lässt?
Mike Mannion zeigt, wie sich die Leistung nicht-deterministischer AI-Systeme mit statistischen Methoden und probabilistischen Tests systematisch bewerten lässt. Dabei geht es um vorab definierte Kriterien, belastbare Baselines und begründete Entscheidungsregeln – und darum, wie daraus nachvollziehbare Evidenz über die Qualität eines AI-Systems entsteht.
Modern OCR in Resource-Constrained Environments
Optical Character Recognition (OCR) ist ein wichtiger Baustein für die automatisierte Verarbeitung gescannter Dokumente. Doch wie lassen sich hohe Erkennungsqualität und robuste Ergebnisse erreichen, wenn gleichzeitig Rechenleistung und andere Ressourcen begrenzt sind?
Olmo Barberis zeigt anhand realer Anwendungen, wie sich OCR-Lösungen von klassischen Ansätzen mit Wörterbüchern und regelbasierter Nachbearbeitung zu modernen Pipelines mit Open-Source-Frameworks, Vision Models und LLMs entwickelt haben. An konkreten Beispielen vergleicht er unterschiedliche Ansätze und zeigt die Engineering-Trade-offs zwischen Effizienz, Zuverlässigkeit und Wartbarkeit.
Unbreakable by Design: The Secret Tech of Antifragile Software
Fehler und Störungen lassen sich in komplexen Softwaresystemen nicht vollständig vermeiden. Antifragile Systeme gehen einen Schritt weiter als reine Resilienz: Sie nutzen Fehler, Variabilität und unerwartete Ereignisse, um sich weiterzuentwickeln und dadurch langfristig robuster zu werden.
Iryna Dohndorf zeigt, welche technischen Prinzipien hinter antifragiler Software stehen. Dabei geht es unter anderem um Fault Tolerance und Fault Handling, automatische Software-Reparatur, Fault Injection in Produktion und Test-Driven Development (TDD) – und um die Frage, wie sich Antifragilität bereits in Entwicklung und Architektur integrieren lässt.
Was dein Browser über dich verrät
Browser geben beim Besuch einer Webseite zahlreiche Informationen preis – oft mehr, als Nutzer:innen bewusst ist. Dadurch können Webseiten Besucher:innen unter Umständen auch ohne Login wiedererkennen. Und selbst Massnahmen, die eigentlich die Privatsphäre schützen sollen, können die Identifikation unbeabsichtigt erleichtern.
François Martin zeigt, welche Informationen verschiedene Browser an Webseiten übermitteln und wie sich diese Unterschiede auf die Wiedererkennbarkeit von Nutzer:innen auswirken. Dabei geht es auch um die Frage, welche Schutzmöglichkeiten tatsächlich bestehen – und wo ihre Grenzen liegen.


